VII. STATION

Hannelore wird verworfen

und ermordet.

 

STATION VI
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   Und Hannelore sah, dass es sich im Lande zum schlimmen wandelte. Verrat, Missgunst und Angst begannen zu regieren. Und der Mann mit dem geschweiften Schnurrbart, der sich jetzt Stalin nannte, gewann an Einfluss.
Da sprach sie: "Höret, unsere Staatsform muss ein durchsichtiges Gewand sein, dass sich dicht an den Leib des Volkes schmiegt. Jedes Schwellen der Adern, jedes Spannen der Muskeln, jedes Zucken der Sehnen muss sich darin abdrücken. Die Gestalt, mag sie nun schön oder hässlich sein, sie hat einmal das Recht, zu sein wie sie ist. Wir sind nicht berechtigt, ihr ein Röcklein nach Belieben zuzuschneiden. Wir wollen nackte Götter, Bachantinnen... und von den melodischen Lippen... ach die Glieder lösen, ist schöne Liebe. Die Venus und der göttliche Apoll mit dem schönen Hintern, die müssen die Türsteher unseres Landes sein."
Doch diese Worte fanden keinen Widerhall mehr. Und der Stalin bedrängte unsere liebe Frau, in das Exil zu gehen.
Und es kam daselbst eine dunkle Stunde, da sich die Schergen des größenwahnsinnigen Gefreiten Hitler in das Mutterland der Revolution stahlen. Und es geschah, dass Hannelore in ihre Hände fiel. Tückisch niedergemetzelt und fahrig verscharrt.

Doch kamen mutige Männer der Tat und des Spatens. Und die waren's, die unsere liebe Frau der Dunkelheit, der Grotte des Vergessens entrissen und sie in den Saal des Lichtes uns allen als leuchtendes Vorbild betteten.

Hannelore höre uns, Hannelore erhöre uns. Du mächtige Hannelore, Du gütige Hannelore, Du Sitz der Weisheit, Du Ursache unserer Freude, Du Heil der Kranken, Du Spiegel der Gerechtigkeit, Du Trösterin der Betrübten, Du getreue Fürsprecherin. Erhöre uns. Behüte uns vor Hunger & Krieg, vor Blitz & Ungewitter, vor Hagel und verderblichem Regen, vor Misswuchs & Teuerung, vor aller Lieblosigkeit gegen den Nächsten, vor den Weltverdunklern, den Anfechtungen der Eurokrämer und der Anschlussgewinnler, einem neuen digitalen Mittelalter, den Laptopraubrittern, den bunt bekappten Hofnarren der digitalfaschistischen Gesinnungstyrannei. Führe uns aus den Fuchsgängen der Weltverdunkler in die Säle der Freude.

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir HAnnelore immer und überall zu danken, denn Du füllst das Geheinmis unseres Heils bewahrst das Licht der Völker. Darum preisen wir das Lob Deiner Herrlichkeit.

Gnade und Liebe von der, die ist, die war und die kommen wird.  

 
 
 

 
 

  
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