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Hamburg nach der Wahl | |
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Die pass-deutschen HamburgInnen haben gewählt und ihre Mehrheit hat sich gegen das kleinere Übel entschieden. Wenn die zukünftige Rechts-Regierung auch nur einen
geringen Teil der im Wahlkampf abgegebenen "Versprechen" einhalten wird,
bedeutet das eine spürbare Verschlechterung der Lebensbedingungen für
viele von uns. Der Katalog der drohenden Grausamkeiten lässt sich schon
jetzt erahnen. Viele Maßnahmen, die bereits unter rot-grün begonnen
wurden, werden nun auf die Spitze getrieben: Dumpfheit und Feindbilder werden die Politik zunehmend beherrschen. Schill will als Innensenator Hamburg so sicher wie
Stuttgart oder München machen und orientiert sich an der "Law-and-Order"-Politik,
mit der Giuliani einst den New YorkerInnen das Tanzen in den Bars und
das Biertrinken auf den Straßen verbot. Seine Bereitschaft, entsprechend
zu handeln, hat er schon als Amtsrichter unter Beweis gestellt. – Im
Gegensatz zu seinen Urteilen werden seine Entscheidungen als Innensenator
nicht von einer nächsten Instanz kassiert werden. Kriminalisiert und
verfolgt wird dabei nur bestimmtes Verhalten. – Dass Rechte es selber
mit Recht und Gesetz nicht so genau nehmen, hat Schill als Amtsrichter
(Rechtsbeugung) selbst gezeigt. Auch die CDU hat ihr Rechtsverständnis
sowohl bis 1999 unter und seit 1999 im Umgang mit Ex-Bundeskanzler Kohl,
Ex-Bundesinnenminister Kanther, Ex-Staatssekretär Pfahls, der nach wie
vor mit Haftbefehl gesucht wird, um nur die Spitze des Eisbergs zu benennen,
eindrucksvoll dargelegt. Die CDU steht in Sachen "Innere Sicherheit"
und soziale Verantwortung voll hinter Schills Programm. Die Liberalität
der FDP beschränkt sich auf die Freiheit, unbeeinflusst von sozialer
und ökologischer Verantwortlichkeit und geschützt vor Versuchen, diese
einzufordern, investieren und profitieren zu können. Was können wir angesichts dieser Perspektiven tun? Protestieren? Resignieren? Arrangieren? Exilieren? Oder können wir dem entgegentreten? Uns gegenseitig in den vielen auf uns zukommenden Kleinkämpfen unterstützen? Darüber wollen wir am 4. Oktober 2001 ab 21:00 in der Baustelle, Kleiner Schäferkamp 46 beraten und hoffen auf eine engagierte und vielfältige Beteiligung, um gemeinsame Möglichkeiten für das Leben nach der Wahl zu erkunden. |
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